Finanzmarkt

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Schwarzer Dienstag an Wiener Börse - Knalleffekt für ATX Wert Strabag

Der Standard schreibt am 17.2.09, dass Oligarch Deripaska aus der Strabag aussteigt. Die Finanzkrise hat Deripaskas Vermögen extrem dezimiert. Galt er mit geschätzten 40 Mrd. US-Dollar 2008 noch als reichster Russe, so belegt er im aktuellen Oligarchen-Ranking nur noch Platz acht - mit 4,9 Mrd. US-Dollar. Im April 2007 ist er mit 25 Prozent in den österreichischen Baukonzern Strabag eingestiegen. Finanziert wurde der Deal mit einem Kredit bei der Deutschen Bank in London, besichert mit Aktien, die im Zuge der Finanzkrise allerdings stark gesunken sind. Deripaska nahm daraufhin im Herbst eine Umschuldung vor. Geholfen haben dem Oligarchen österreichische Banken, die Aktien wurden nach Wien transferiert und den Kreditgebern verpfändet. Auf diese Weise konnte Deripaska Kernaktionär bleiben.

Am 27. Februar wird laut "Standard" eine (bereits gestundete) maßgebliche Kreditrate für den Strabag-Anteil fällig. Der Zeitung zufolge springen die Alteigentümer (Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien, UNIQA und die Familie Haselsteiner) ein. Sie hatten gemäß Syndikatsvertrag ein Aufgriffsrecht für die Deripaska-Anteile, das nun ausgeübt werde.

Für den Fall einer Erholung dürfte ihm aber ein Wiedereinstiegsrecht eingeräumt werden.

An der Wiener Börse kam es am 17.2.09 zu einem Kursgemetzel. Finanzwerte gaben bis zu 18% nach.  Am meisten verlor die ERSTE GROUP BANK AG. Die Strabag ging über 11%nach unten und notierte bei 10,60 im Schlußkurs.


Finanzmarkt Wien

Die Wiener Börse weiß nicht so recht wohin. Sie tendierte im Lauf des Tages zwar eher freundlich, steht um 17 Uhr bei 1672 Punkten mit einem leichten plus von 0,37%.

Etwas Erholung war an Europas Märkten insgesamt angesagt, vor allem jedoch, weil die Börsen am gestrigen Donnerstag kräftig verloren hatten. Der große Anstieg den einige erhofften, nachdem in den USA das Hilfspaket abgesegnet wurde, blieb aber aus.
Zu schlecht sind aktuelle Konjunkturdate und positive Unternehmensmeldungen von ATX Werten sind nicht vorhanden. Im Gegenteil, was an Zahlen bekannt wird, verdeutlicht die schwierige Situation einiger börsenotierten Unternehmen.
Beispiel Wienerberger: Der weltweit größte Ziegelkonzern gab einen düsteren Ausblick auf 2009. Wienerberger rechnet in Osteuropa mit deutlichen Umsatzrückgängen, eine Region in der auch die Strabag führend tätig ist.
Dass die Wirtschaft in Europa in der Rezession ist, wie jüngste Daten zeigen, wirkt einfach dämpfend.

 


Finanzmarktaufsicht veröffenlicht Investorenwarnung zu Inter Credit group

Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA veröffentlicht Investorenwarnung zu Inter Credit Group - 31.01.2009
Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt Anleger per Bekanntmachung in der Ausgabe des Amtsblattes der Wiener Zeitung vom 31.1.2009 vor dem Abschluss konzessionspflichtiger Bankgeschäfte mit dem Anbieter Inter Credit Group.

Info zur Finanzmarktaufsicht.

Am 1. April 2002 nahm die Finanzmarktaufsicht (FMA) als unabhängige Behörde den operativen Betrieb im Rahmen des Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz (FMABG) auf.
Fazit nach eigenen Angaben: Durch die Errichtung einer operativ unabhängigen Finanzmarktaufsicht wurde die Stabilität des Finanzplatzes Österreich gestärkt, die Effizienz der Aufsicht verbessert, der bestmögliche Schutz der Anleger (Sparer- und Gläubigerinteressen) gewährleistet, die für die Aufsicht erforderlichen Ressourcen bereitgestellt, die Kosteneffizienz (Nutzung von Synergieeffekten) gesteigert und internationalen Standards entsprochen.

Der Aufsichtsprozess wurde klar, transparent und konsistent. Die Verantwortlichkeit für Entscheidungen wird damit eindeutig definiert. Die Aufsicht ist in der Lage, hoch qualifiziertes Personal aufzunehmen, auszubilden und auch dauerhaft zu beschäftigen.


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